Lese- und Gesprächsabend mit Milena Oda

Dienstag, 03.11.2009, 20.00 Uhr (Veranstaltungskeller)

Milena Oda, geboren in Jičín (CZ), gehört zu einer jungen tschechischen Literaturszene, die sich immer wieder durch ästhetische Überraschung und Innovation auszeichnet, sich dabei aber stets auch gesellschaftspolitisch einmischt und positioniert. Milena Oda schreibt Prosa, Theaterstücke und Essays, zudem ist sie als Übersetzerin tätig (u.a. Jáchym Topol: Zirkuszone). 2007 war sie nach Klagenfurt zum Inge­borg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen.
Das besondere bei Ihr ist: sie ist eine tschechische deutsch­sprachige Schriftstellerin, die in Berlin lebt; ihr Schreiben ist von zwei Sprachen und Ländern geprägt. „Für mich ist Deutsch eine innerliche Muttersprache.“ Ganz na­tür­lich be­wegt sie sich quer zu Landes- und Sprachgrenzen: „Ich bewege mich in Mitteleuropa. Da ich ein Auto habe, bin ich schnell da und schnell wieder zurück. Ich habe keine Grenzen mehr im Kopf. Die gab es vielleicht noch vor zehn Jahren, aber die wurden abgeschafft schon bevor die EU da war. Die Bewegung ist für mich ganz natürlich.“
In Dresden wird sie zum einen literarische Einblicke in ihre per­sön­lichen Erinnerungen an das Jahr 1989 geben. Wie bewertet die Autorin die Erschütterungen und Neuordnungen Mit­tel­europas und wie wirkt die Biographie auf die Literatur? Zum anderen wird sie Texte vorstellen, die auf die deutsch-tschechischen Lebenswelten dieser Tage blicken.

Eintritt: 5,-/3,- Euro

 

Milena Oda [home]; Foto: Ch. Sannmann

forum junge wissenschaft | mail//at//forumjungewissenschaft.de | webdesign: text plus form